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Baustelle/UMTS mit kppp

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Diese Anleitung setzt tiefere Kenntnisse im Umgang mit deinem Kubuntu System vorraus. Verwende diese Anleitung bitte nur, wenn du weist, was du tust. Besonders bei Einsteigern besteht die Gefahr, dass das System beschädigt wird!


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Auch ein Benutzer von Kubuntu muss Unterwegs ins Internet gelangen können. Möglichkeiten gibt es von Hardwareseite mehrere.

UMTS und GPRS sind Paketbasierte Kommunikationsdienste, es wird also grundsätzlich das übertragene Datenvolumen, nicht die Dauer der Verbindung berechnet.

Im Zweifel sollte dies aber im Vorfeld mit dem Telekommunikationsunternehmen geklärt werden. Bei manchen Anbietern ist es z.B. von den Einwahldaten Abhängig, ob nach Zeit oder Volumen berechnet wird.

Bild:Artikel_Wichtig.png

Die UMTS Konfiguration ist vom Einzelfall abhängig und eine Fehlkonfiguration kann u.U. zu sehr hohen Kosten führen.

Die Autoren haben diese Anleitung nur mit den Telefonanbietern O2, in Verbindung mit einem Volumentarif, und simyo, in Verbindung mit einem Pepaid-Tarif, getestet.

Wer nicht genau weiß, wie das UMTS-Modem / die Verbindung für den entsprechenden Vertrag konfiguriert werden muss, sollte unbedingt von einer Einwahl Abstand nehmen und zunächst die Einzelheiten mit seinem Anbieter klären.

Hardware einrichten

Die erste Frage, die sich stellt, betrifft die Hardware. Wer ein UMTS-Mobiltelefon sein Eigen nennt, kann dies verwenden, um seinen Laptop mobil ins Internet zu bringen. Für all diese geht es bei Mobiltelefon via Bluetooth oder Mobiltelefon via USB weiter. Wer eine UMTS-Steckkarte besitzt, kann diese natürlich auch verwenden. Bei PCMCIA-Steckkarte geht es dann weiter.

Mobiltelefon via Bluetooth

Die erste Entscheidung, die zu treffen war, ist die Art der Verbindung. Da mein Handy natürlich Bluetoothfähigkeiten besitzt und mein Laptop mit einem Stick ausgestattet ist habe ich mich für die drahtlose Variante entschieden, die ich hier auch beschreiben werde. Der Einsatz eines USB Kabels ist aber ebenfalls problemlos möglich.

Zur Kommunikation mit dem Telefon wird eine serielle Schnittstelle benötigt, die bei Bluetooth rfcomm zur Verfügung stellt.

Zunächst muss man mit

hcitool scan 

die Hardwareadresse des Telefons herausfinden. Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

00:18:42:CE:07:73 Nokia6280 

Ich wünsche, dass mein Laptop und mein Handy gleich zum Systemstart verbunden sind und werde daher für eine dauerhafte Verbindung sorgen, indem ich die /etc/bluetooth/rfcomm.conf so editiere:

#
# RFCOMM configuration file.
#

rfcomm0 {
# Automatically bind the device at startup
bind yes;

# Bluetooth address of the device
device 00:18:42:CE:07:73;

# RFCOMM channel for the connection
channel 1;

# Description of the connection
comment "Nokia6280";
} 

Damit steht mir das Handy jederzeit als Modem zur Verfügung und ist unter /dev/rfcomm0 ansprechbar. Es wird bei den meisten Mobiltelefonen notwendig sein eine Bluetooth Verbindung zwischen Computer und Mobiltelefon durch "Pairing" herzustellen, dieser Schritt stellt keine besondere Schwierigkeit dar und es soll daher nicht näher darauf eingegangen werden; es solte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass man dem Rechner die Steuerung des Handys erlaubt.

Selbstverständlich muss Bluetooth noch neu gestartet werden:

sudo /etc/init.d/bluetooth restart

Mobiltelefon via USB-Kabel

PCMCIA-Steckkarte

Bei PCMCIA-Karten gibt es zwei große Gruppen. Zum Einen jene, die sich als eine oder mehrere serielle Schnittstellen (eventuell über USB) ins System klinken. Zum Anderen die Karten, die einen speziellen Treiber brauchen. Im Zweifel gibt es noch die dritte Gruppe, die nicht funktioniert.

Am wenigsten Probleme gibt es anscheinend mit den Option GlobeTrotter-Karten. Eine gute Übersicht, welche Karten mit welchem Treiber funktioniert, gibt es bei PHARscape's GlobeTrotter Family Linux support-Seite. Alle Karten, bei denen hier "UART", "USB-Serial" oder "Nozomi Interface" angegeben ist, funktionieren unter Kubuntu ohne weitere Hardware-Einrichtung.

UMTS Verbindung

Nachdem das Telefon nun erfolgreich als Modem eingerichtet ist, muss man sich nur noch mit dem UMTS Netz verbinden. Da ich eine grafische Möglichkeit haben möchte, die mir es zudem erlaubt den Traffic zu überwachen setze ich kppp ein, das in der Standardinstallation von Kubuntu enthalten sein sollte. Das Programm muss mit root Rechten gestartet werden und zumindest Gutsy hat ein paar Probleme es direkt aus dem kmenü mit anderer Benutzerkennung auszuführen. Abhilfe schafft aber in jedem Fall ein

kdesu kppp 

Als erstes muss in kppp das Modem konfiguriert werden. Der Einrichtungsdialog bietet die entsprechende Option und ich habe mir dort ein Modem mit dem Namen "Nokia6280" mit folgenden Einstellungen angelegt: Als Modemgerät ist natürlich wie oben eingerichtet /dev/rfcomm0 zu wählen, sollte man ein Kabel oder gar Infrarot verwenden ist die Anleitung hier natürlich anzupassen. Weiter habe ich als Flusskontrolle => Hardware, als Zeilenende => CR und bei Geschwindigkeit => 460800 gewählt. Das Telefon sollte nun als Modem von kppp angesprochen werden können. Ein entsprechender Test ist mit kppp möglich.

Initialisierungsstring AT+CGDCONT=1,"IP","surfo2"

Zweitens muss nun der Zugang angelegt werden. Ich habe wie gesagt o2 gewählt, andere Provider sollten aber ganz ähnlich verwendet werden können. Mein Zugangsname ist demzufolge natürlich "o2", kann aber beliebig gewählt werden. Als Telefonnummer ist "*99#" anzugeben und Authentifizierung ist "PAP". IP, Gateway und DNS lasse ich automatisch konfigurieren, allerdings ist es wichtig die Option "Während Verbindung existierende DNS Server deaktivieren", welche unter dem Reiter "DNS" zu finden ist anzuwählen. Da ich mit meinem Laptop seiner Funktion gemäß mobil unterwegs bin nutze ich den knetworkmanager, was mir hier einige unerwartete Schwierigkeiten bereitete. knm überschreibt die /etc/resolv.conf und ich konnte bei meinen ersten Versuchen zwar einen erfolgreichen Ping absetzen, aber keine Webseiten etc. ansehen. Ich habe versucht den Fehler in der Namensauflösung dadurch zu umgehen, dass ich den NetworkManagerDispatcher verwendet habe, ich habe mir eine auf o2 angepasste resolv.conf zugelegt, die beim Start geschrieben wurde und ich habe es per Hand versucht. Nichts hat geholfen und der kostenlosen Hotline sei dank habe ich ein weiteres Mal bei o2 angerufen und eine unergiebige Diskussion geführt, ob ich Vista benutzen muss oder nicht. Die Lösung war dann ganz einfach, ich habe nie den knetworkmanager wirklich beendet, sondern immer nur auf "Offline" gestellt. kppp und knm kommen sich allerdings offensichtlich in die Quere und der knetworkmanager muss komplett beendet werden.

Noch ein Wort zu Zugangsname und Passwort. o2 konnte mir keine zufriedenstellende Auskunft geben, ob man dort etwas spezielles eintragen muss oder nicht. Ich soll eben einfach den "Connection Manager" aus dem Internet und nicht von CD verwenden und alle Probleme sind gelöst; der auftretende Installationsfehler war o2 nicht unbekannt, allerdings habe er nichts mit ihrer Software zu tun sondern mit dem CD-Rom des Rechners? Meine Werte sind nun auf "o2" und "o2" gestellt, offensichtlich ist eine spezielle Konfiguration nicht erforderlich, allerdings habe ich nach der Lektüre verschiedender Howtos festgestellt, dass man zumindest als Benutzername den Namen des Mobilfunkanbieters verwenden sollte.

Traffic überwachen

knemo