Einführung/Welche Version nehmen

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Welche Version ist die Richtige für mich?

Kubuntu wird in mehreren Versionen und Varianten angeboten. Dies ist notwendig, um möglichst viele Anforderungen für den Anwender erfüllen zu können. Leider wird es dadurch für den neuen Nutzer nicht immer leicht, die richtige Wahl zu treffen. Im Folgenden soll dabei geholfen werden. Es ist aber zu beachten, dass es sich in diesem Artikel nur um Empfehlungen für Einsteiger handeln kann. Im folgenden werden die Unterschiede der Versionen erläutert, um dabei zu helfen, die richtige Version zu finden.

i386 oder amd64?

Offiziell ist Kubuntu für zwei Architekturen erhältlich. Konkret geht es dabei um unterschiedlich aufgebaute Prozessoren, die natürlich aufgrund ihrer verschiedenen Konzepte auch ebenso verschiedene Anforderungen an das Betriebssystem stellen: amd64 (64-Bit): für CoreDuo, Core2Duo, Pentium D und Athlon/Sempron 64bit Prozessoren i386 (32-Bit): für alle übrigen Intel und AMD Rechner Die amd64 Variante bringt ggf. einige Schwierigkeiten mit sich und ist daher für Anfänger nicht geeignet. Generell gilt, dass im Zweifelsfall die i386 Version benutzt werden sollte.

Vorteile von 64-Bit:

  • 64-Bit-Prozessoren arbeiten in der Regel schneller als 32-Bit-Prozessoren, da diese mehr Datenpfade nutzen können.
  • Außerdem können 32-Bit-Systeme nur mit bis zu 4GB Arbeitsspeicher umgehen. Computer mit mehr als 4GB Arbeitsspeicher können den zusätzlichen Speicher also nur mit einem 64-Bit-System nutzen.

Versionen: Dapper LTS oder Hardy? Oder doch Lucid LTS??

Kubuntu erscheint in regelmäßigen Abständen, einmal im April und einmal im Oktober. Dies erkennt man an der Versionsnummer. Kubuntu 10.04 Lucid Lynx erschien demnach im April 2010. Davor gab es Kubuntu 9.10 Karmic Koala, das im Oktober 2009 erschien.

LTS

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wird Kubuntu statt in einer normalen Version als sogenannte LTS-Version veröffentlicht. LTS steht dabei für "Long Term Support" und bedeutet, dass diese Version auf Stabilität und einen langen Support von 3 Jahren für den Desktop und 5 Jahren für den Server setzt. Das ist besonders für Unternehmer relevant, da dort ein System für einen langen produktiven Einsatz installiert wird.

Außerdem erhält jede Kubuntu-Version einen tierischen Beinamen, z.B. Dapper Drake, Karmic Koala oder Lucid Lynx. Meistens wird in Foren oder Wikis dieser Beiname genutzt, um die Version zu benennen, um die es jeweils geht.

Aktuell ist Kubuntu 10.04 Lucid Lynx, das eine LTS-Version ist.

Testversionen

Für Tester, Entwickler und sonstige Interessierte, gibt es jeweils noch eine "Vorabversion" zum Download. Diese Version ist zwar "bleeding edge", dafür aber auch oft sehr instabil. Je nach aktuellem Entwicklungsstand kann eine Vorabversion auch grobe Fehler enthalten, die Daten beschädigen könnten. Unerfahrenen Nutzern sie dringend von der Benutzung abgeraten.

Desktop CD, Alternate oder Netbook?

Desktop CD

Kubuntu vertritt die Philosophie dem Einsteiger eine möglichst einfache Installation und Bedienung zu bieten. Im Rahmen dessen wurde die Desktop CD entwickelt. Der große Vorteil ist, dass man die Desktop CD zunächst als Live CD (Betriebssystem, das ohne Installation und Beeinflussung des Inhalts der Festplatte gestartet wird) booten kann. Damit lässt sich Kubuntu völlig gefahrlos testen, um z.B. die Hardware zu überprüfen, denn die Live CD bietet das komplette Kubuntu Standardsystem. Kubuntu lässt sich aus diesem Live System heraus bequem und einfach mit dem Desktop Installer installieren.

Einer Installation neben anderen Betriebssystemen wie Windows steht eigentlich nichts entgegen und es sollte automatisch alles richtig ablaufen. Allerdings ist es sicherlich nie ein Fehler sich unter dem Stichwort "Dual Boot" vorher ein wenig zu informieren. Anfängern ist ein reines Ubuntu-System zu empfehlen.

Alternate-CD

Neben der obigen grafischen Variante der Installation gibt es noch einen alternativen textbasierenden Installer auf der Alternate-CD. Diese altbewährte Möglichkeit der Installation ist besonderes stabil und bietet viele spezielle Optionen, die im grafischen Modus leider nicht zur Verfügung stehen. Sollten Probleme mit der Live CD oder dem Desktop Installer auftauchen, so ist ein Ausweichen auf die Alternate Variante zu empfehlen.

Auch Anfänger werden mit dem textbasierten Modus zurecht kommen, zunächst sollte aber auf die Desktop CD zurückgegriffen werden.

Netbook

Auch für Netbooks gibt es inzwischen eine eigene Kubuntu-Variante. Diese installiert eine angepasste Oberfläche, die für die kleinen Bildschirme von Netbooks optimiert wurde.

CD, DVD oder USB?

In den meisten Fällen wird die CD ausreichend sein. Kubuntu ist mit einer ausgewogenen Anzahl an Programmen für den alltäglichen Einsatz standardmäßig ausgestattet und nach der Installation mit unzähligen Paketen über das Internet erweiterbar. Die DVD bringt aufgrund ihrer Größe natürlich schon einiges mehr mit sich und ist daher besonders für Anwender ohne entsprechende Internetanbindung geeignet. Konkret bietet die DVD sowohl den Desktop- als auch den Alternate Installer und alle Pakete des "main" Archives wozu sämtliche Sprachpakete zählen.

Da Netbooks häufig kein optisches Laufwerk (CD/DVD) besitzen, besteht natürlich die Möglichkeit, die Netbook-Variante von Kubuntu auf einen USB-Stick zu packen und von dort zu installieren. Eine Anleitung befindet sich hier: Installation mit USB-Stick