Installation/Upgrade/8.10 auf 9.04 konsole

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Einige Gründe, wie zum Beispiel das bessere Feedback, lassen es empfehlenswert erscheinen die Aktualisierung auf der Kommandozeile durchzuführen. Anfänger sollten nicht davor zurückschrecken, denn es gibt ein einfach zu handhabendes Werkzeug für die Aktualisierung namens "Update Manager", welches dem Nutzer die wesentlichen Schritte abnimmt. Selbstverständlich gibt es auch eine grafische Variante, die zum Beispiel hier, leider bislang nur in englischer Sprache, beschrieben ist.

Aktualisierung außerhalb der grafischen Oberfläche

Um unerwünschten Ergebnissen und möglichen Programm- oder Dateischädigungen aus dem Weg zu gehen, sollte man das Upgrade nicht innerhalb der laufenden KDE Umgebung durchführen. Man meldet sich daher von KDE ab und wechselt mit Strg + Alt + F1 auf die erste Konsole. Sicherheitshalber sollte man noch mit

sudo /etc/init.d/kdm stop

KDM stoppen.

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Sollte man ein WLAN Netz nutzen und es mit dem knetworkmanager eingerichtet haben, muss man auf eine Kabelverbindung zurückgreifen, da ansonsten die Internetverbindung mit dem Abmelden beendet wird. Ist eine Kabelverbindung nicht möglich, muss man angemeldet bleiben und sollte dann unbedingt darauf achten, dass man während des Aktualisierungsvorgangs nicht mit dem Rechner arbeitet.

Aktualisierung entfernter Rechner mit screen

Dieser Schritt ist optional, allerdings für Aktualisierungen von Rechnern, auf die man nur Fernzugriff hat unbedingt empfehlenswert. Mit screen ist es möglich mehrere virtuelle Konsolensitzungen zu erzeugen, so dass man bei einem Abbruch der Verbindung zum zu aktualisierenden Rechner die Sitzung mit dem laufenden "Update Manager" wieder herstellen kann.

Hierfür ist es, falls noch nicht geschehen, zunächst notwendig screen zu installieren. Dies kann man zum Beispiel so erreichen:

sudo apt-get install screen

Als nächstes erzeugt man eine virtuelle Konsolensitzung namens "update", wobei die Benennung natürlich Geschmacksache ist:

screen -S update

Hiernach öffnet sich die Sitzung "update", die man probeweise mit Strg + A + D verlassen kann.

Mittels

screen -list

kann man überprüfen, ob die Sitzung auch wirklich vorhanden ist und

screen -R update

bringt einen wieder zurück in die virtuelle Sitzung "update", in welcher man nun die Aktualisierung starten kann. Der "Update Manager" warnt vor einer Aktualisierung per Fernzugriff, da es schwierig ist bei Abbruch der Verbindung den Zugriff wiederherzustellen und stellt zudem automatisch einen weiteren Port für eine ssh Verbindung zur Verfügung. Hat man keine andere Möglichkeit den entfernten Rechner zu aktualisieren, muss man diese Warnung ignorieren und sich darauf verlassen, dass man im Falle das Abbruchs wieder zur Sitzung verbinden kann.

Der Aktualisierungsvorgang

Den eigentlichen Vorgang des Upgrades startet man mit:

sudo do-release-upgrade
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Sollte man auf eine Entwicklerversion, zum Beispiel auf die Beta Varianten aktualisieren wollen, so muss man dem "Update Manager" dies mit

sudo do-release-upgrade --devel-release
mitteilen.

Nach diesem Schritt wird der "Update Manager" die benötigten Informationen einlesen und dabei auch Quellen von Drittanbietern in der /etc/apt/sources.list deaktivieren.

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Quellen von Drittanbietern müssen nach der Aktualisierung gegebenefalls von Hand angepasst werden und natürlich auch wieder auskommentiert werden.

Weiter wird der Manager die anstehenden Änderungen berechnen, was auf langsameren Rechnern durchaus ein wenig dauern kann. Nachdem dieser Schritt fertig gestellt ist wird man gefragt:

Möchten Sie die Systemaktualisierung starten?


2 Pakete werden entfernt. 27 neue Pakete werden installiert. 289
Pakete werden aktualisiert.

Insgesamt müssen 156M heruntergeladen werden. Das Herunterladen wird
bei Ihrer Netzwerkverbindung etwa 2 Minuten dauern.

Die Aktualisierung kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Ist das
Herunterladen dann abgeschlossen, kann der Vorgang nicht mehr
abgebrochen werden.

 Fortsetzen [j/N]  Details [d]

Was man natürlich mit "j" bestätigt. An diesem Schritt kann man den Vorteil zu einem gewöhnlichen "apt-get dist-upgrade" erkennen, denn es werden auch veraltete Pakete entfernt, selbst wenn sie keine Abhängigkeit sind und vor allem wird automatisch das Metapaket "kubuntu-desktop" installiert, was für eine sichere Aktualisierung unbedingt empfehlenswert ist.

Der Aktualisierungsvorgang selbst kann wiederum je nach Hardware sehr lange dauern: Zeit für den akribischen Nutzer sich zu überlegen, dass der "Update Manager" kein --purge verwendet und daher Konfigurationsdateien nicht gelöscht werden. Sollte man hierauf achten und sich an überflüssigen Dateien stören, so kann man den obsoleten Konfigurationsdateien auch nachträglich zu Leibe rücken. Natürlich ist dies wiederum optional.

Mit

dpkg -l | awk '/^rc/{print $2}'

lässt man sich eine Liste aller Programme, die momentan nicht installiert sind, aber vorhandene Konfigurationsdateien haben. Man kann die obsoleten Konfigurationsdateien so entfernen:

dpkg -l | awk '/^rc/{print $2}' | xargs sudo dpkg -P
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Man sollte diesen optionalen Schritt nur ausführen, wenn man wirklich weiß was man tut!

Daneben sollte man natürlich auch noch den laufenden Vorgang im Auge behalten, denn es kann vorkommen, dass man gefragt wird was mit einzelnen Konfigurationsdateien gemacht werden soll, denn hat man solche verändert wird zur Wahl gestellt, ob man die veränderten Dateien behalten möchte oder aber die Variante des Paketbetreuers benutzen will. Voreinstellung und der empfehlenswerte Weg ist die eigene Version zu behalten. Letzteres macht man mit aktuell installierte Version behalten.

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Generell gilt, dass dieser Artikel natürlich nicht alle möglichen Warnungen und Dialoge behandeln kann. Sollte man an einen Punkt kommen, wo man die Antwort nicht weiß, dann sollte man sich den entsprechenden Support im Forum oder im IRC im Kanal #kubuntu-de holen.

Nachdem alle neuen und zu aktualisierenden Pakete eingerichtet sind, wird man noch einmal zur Sicherheit gefragt, ob man die zu entfernenden Pakete auch wirklich entfernen möchte:

Veraltete Pakete entfernen?


5 Pakete werden entfernt.

 Fortsetzen [j/N]  Details [d]

Es empfiehlt sich mit "d" einen Blick auf die Details zu werfen, im Regelfall kann man hier aber die Zustimmun mit "j" geben.

Zuletzt ist zum Abschluss der Aktualisierung ein Neustart erforderlich:

Neustart erforderlich

Um die Aktualisierung abzuschließen, ist ein Neustart erforderlich.
Wenn Sie »j« wählen, wird das System neu gestartet.

Dies bestätigt man natürlich wiederum mit "j". Der Computer startet neu und der Aktualisierungsvorgang ist abgeschlossen.