Konfiguration/Programme installieren/Kompilieren

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Diese Anleitung setzt tiefere Kenntnisse im Umgang mit deinem Kubuntu System vorraus. Verwende diese Anleitung bitte nur, wenn du weist, was du tust. Besonders bei Einsteigern besteht die Gefahr, dass das System beschädigt wird!

Inhaltsverzeichnis

Installation aus den Softwarequellen

Möchte man eine Software installieren, die nicht als Ubuntupaket vorliegt, muss man diese aus dem Quellcode selbst kompilieren.

Vorbereitungen

Dafür muss man zunächst die benötigten Programme auf seinem Rechner installieren. Dies geschieht mittels:

sudo apt-get install build-essential kdebase-workspace-dev cmake

Im nächsten Schritt lädt man die Software, z.B. mit kget oder wget, runter. Meistens liegt der Quellcode als Archiv im tar.gz oder tar.bz Format vor.

Die Archive können mit

tar xvf SOFTWARE-ARCHIV.tar.gz

entpackt werden.

Jetzt wechselt man in das entpackte Verzeichnis der Software.

cd SOFTWARE-ARCHIV

Konfiguration

Seit KDE 4 wird ein anderes sogenanntes Build-System verwendet, weswegen der folgende Schritt in Abhängigkeit davon steht. Unterschieden werden muss hierbei, für welche KDE-Version das Programm geschrieben wurde.

In diesem Schritt wird u.a. überprüft ob alle benötigten Bibliotheken und Programme schon vorhanden sind. Sollte etwas nicht installiert sein, bricht das Programm (also configure bzw. cmake) ab und gibt eine Meldung über das aus, was fehlt. Die betreffende Software muss dann nachinstalliert werden. Danach muss wieder das Skript aufgerufen werden. Dies ist solange zu wiederholen, bis das Skript nicht mehr abbricht.

Unter KDE 3

Hier wird das configure-Skript aufgerufen:

./configure


Unter KDE 4

Hier wird ein extra build-Verzeichnis erstellt und cmake verwendet:

mkdir build
cd build
cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX=`kde4-config --prefix` ..

Installation

Im nächsten Schritt wird der Quellcode übersetzt mit

make

wenn make durchgelaufen ist wird die Software mit

sudo make install

installiert.

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Die Deinstallation von selbstkompilierter Software ist nicht immer einfach. Zumeist kann man im Quellverzeichnis ein sudo make uninstall durchführen. Freilich ist es hierfür notwendig dieses Verzeichnis auch zu behalten. Weiter empfiehlt sich eventuell der Einsatz von checkinstall.

Artikel Hinweis.png

Wenn man Software direkt aus den Quellen übersetzt, sollte man immer die README Dateien oder sonstige Dokumentation zur Installation der Software lesen und beachten. Hier findet man auch Informationen zu den Abhängigkeiten. Wenn ein anderer make-Aufruf zur Installation genutzt werden soll, z.B.

make all
ist dies dort nachzulesen.