Konfiguration/eeePC mit KDE4

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Dieser Artikel behandelt die Installation und Anpassung von Kubuntu mit KDE4 auf einem Asus EeePC. Zum Teil sollte die Anleitung auch auf andere Netbooks übertragbar sein. Zum Testen der Anleitung wurde hier ein Asus EeePC 900 verwendet.

Installation

Die Installation von Kubuntu auf dem EeePC kann mangels Laufwerk nicht von CD erfolgen. Neben der Nutzung eines externen Laufwerkes, das aber natürlich nicht bei jedem Nutzer vorhanden sein dürfte, bietet sich die Installation von einem USB Stick an. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen bootbaren USB Stick zu erstellen, eine davon ist die Nutzung von Unetbootin

Hinweise zu diesem Vorgehen finden sich im Artikel Installation mit einem USB Stick

für den EeePC optimierte Software

Es gibt eine Reihe von extra für den Asus EeePC angepasster Software. Durch den Einsatz dieser Pakete können einige Probleme behoben werden, dennoch ist natürlich vor allem bei Fremdsoftware Vorsicht geboten.

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Fremdquellen können schädliche Software enthalten und auch zu Problemen beim Upgrade führen. Man sollte diese Paketquellen nur verwenden, wenn man sie wirklich benötigt und man sich von der Vertrauenswürdigkeit überzeugt hat.

Im Folgenden eine Auflistung von für den Asus EeePC angepasster Software:

angepasster Kernel

Für Hardy und Intrepid existiert ein inoffizielle Paketquelle, die von Adam McDaniel betreut wird. Diese Quelle stellt für den Asus EeePC angepasste Kernel Pakete zur Verfügung.

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Fremdquellen können schädliche Software enthalten und auch zu Problemen beim Upgrade führen. Man sollte diese Paketquellen nur verwenden, wenn man sie wirklich benötigt und man sich von der Vertrauenswürdigkeit überzeugt hat.

Um die Paketquelle zu nutzen müssen folgende Zeilen zur /etc/apt/sources.list hinzugefügt werden:

deb http://www.array.org/ubuntu intrepid eeepc

Weiterführende Informationen zu diesem Vorgang können hier gefunden werden. Abschließend importiert man noch den GPG Key für die Paketquelle:

wget -q http://www.array.org/ubuntu/array-apt-key.asc -O- | sudo apt-key add -

Den angepassten Kernel installiert man mit

sudo apt-get install linux-eeepc
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Man sollte unbedingt darauf achten, dass man neben dem optimierten EeePC Kernel einen weiteren Kernel aus den Originalquellen von Ubuntu behält, um bei eventuellen Problemem mit dem Kernel von array.org den EeePC wenigstens noch mit einem anderen Kernel starten zu können.

Zuletzt muss nur noch erreicht werden, dass Kubuntu immer auch denn optimierten Kernel und nicht den Standardkernel benutzt. Normalerweise wird der Kernel, der in der menu.lst an Position 0 steht gestartet, eine Übersicht über die menu.lst gibt es hier. Eine elegante Methode einen Kernel nach Wahl zu starten ist "savedefault", damit wird immer der zuletzt gewählte Kernel, mithin der optimierte Kernel gestartet. Bedient man sich dieser Option sollte man allerdings darauf achten, dass man nach einem Kernel Upgrade manuell den neueren Kernel wählt, ansonsten wird weiter die ältere Version gestartet.

Kurz gesagt muss man /boot/grub/menu.lst mit root Rechten editieren und zunächst den Eintrag default auf "saved". Der Eintrag sieht dann so aus:

default      saved

Weiter muss die Option savedefault auf "true" gesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das # vor dem Eintrag nicht entfernt wird:

# savedefault=true

Zuletzt muss man ein

sudo update-grub

ausführen.

"lean" Kernel

Der "lean" Kernel ist ein weiterer Kernel von array.org. In dieser Variante wurden viele Fähigkeiten des Standardkernels entfernt, um dadurch mehr Geschwindigkeit, vor allem beim Startvorgang zu erreichen. Der Kernel ist als experimentell gekennzeichnet und sollte auf einem Produktivnetbook nicht verwendet werden. Mutig Tester installieren den Kernel mit:

sudo apt-get install linux-eeepc-lean

Der "lean" Kernel installiert sich neben die anderen Kernel und kann daher optional genutzt werden. Freilich muss die array.org Paketquelle freigeschaltet sein, Details dazu gibt es im obigen Unterabschnitt "angepasster Kernel".

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Fremdquellen können schädliche Software enthalten und auch zu Problemen beim Upgrade führen. Man sollte diese Paketquellen nur verwenden, wenn man sie wirklich benötigt und man sich von der Vertrauenswürdigkeit überzeugt hat.

Sondertasten und OSD

Sondertasten und OSD, wie sie in Hardy mit dem array.org Kernel zur Verfügung stehen, sind momentan unter Intrepid nicht nutzbar.

bekannte Probleme

Sämtliche Probleme mit der Asus Hardware samt Lösungsmöglichkeiten aufzuzählen würde den Rahmen dieses Wikis sprengen. Eine gute Übersicht hinsichtlich Tipps und Tricks mit dem Asus EeePC, die allerdings nur in englischer Sprache vorliegt, kann im Ubuntu Wiki gefunden werden. Selbstverstänlich ist auch Launchpad eine gute Anlaufstelle um Informationen über eventuelle Probleme mit dieser Hardware zu bekommen. Im Folgenden dennoch ein paar Worte zu den wichtigsten Workarounds und vor allem natürlich zu den Problemen mit KDE.

KDM in falscher Auflösung

KDM hat einen Bug bei einer Auflösung von 1024x600. Dadurch ergeben sich zwei hässliche Streifen am linken und rechten Rand. Zum Bugreport.

Im Bugreport findet man einen Patch, der eine Lösung bietet. man muss die Datei /usr/share/kde4/apps/kdm/themes/oxygen/oxygen.xml editieren und diese Änderung vornehmen:

-		<pos anchor="c" x="50%" y="50%" width="scale" height="100%"/>
+		<pos anchor="c" x="50%" y="50%" width="100%" height="scale"/>

WLAN Karte wird nicht erkannt

Der optimierte Kernel von array.org löst dieses Problem ohne weiteres. Sollte man diesen Kernel nicht nutzen wollen, so bleibt wohl nichts anderes als die hier aufgeführten Anleitungen zu befolgen.

Kurz zusammengefasst muss man zum Beispiel

sudo -s
echo blacklist ath_pci >> /etc/modprobe.d/blacklist
apt-get update
apt-get install linux-backports-modules-intrepid-generic

auf der Kommandozeile ausführen.

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Der Rechner muss danach neu gestartet werden.

EeePC schaltet sich nicht aus

Da ein Modul des Soundsystems nicht deaktiviert wird schaltet sich der EeePC nicht richtig aus. Eine mögliche Lösung ist hier zu finden.

Auf deutsch: Man muss nur /etc/init.d/halt editieren und die Zeile modprobe -r snd-hda-intel hinzufügen, so dass die Datei an der entsprechenden Stelle danach so aussieht:

do_stop () {
modprobe -r snd-hda-intel
if [ "$INITHALT" = "" ]

Suspend to Disk

Suspend to Disk funktioniert leider nicht. Suspend to Ram dafür schon.

KDE4 konfigurieren

Die Konfiguration von KDE4 für kleinere Bildschirme wird in diesem Artikel beschrieben.

Links