Kubuntu benutzen/Allgemein/Plasma

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

unkonfigurierte Arbeitsfläche von Kubuntu

Plasma ist die neue Arbeitsplatz-Technologie die in KDE 4 Einzug gehalten hat. Ursprünglich sollten KDesktop und Kicker erweitert werden, aber bereits früh in der Entwicklung wurde klar, dass diese an die Grenzen der Möglichkeiten gestoßen sind.

Plasma, eine sogenannte "Desktop Shell", ist der zur Zeit modernste Arbeitsplatz, den zumindest die Open Source Welt anbietet. Es bricht mit den altbekannten Konzepten von KDesktop und Kicker. Dies erfordert allerdings auch, dass sich der Benutzer, sofern er denn KDE 3 gewöhnt war, den Arbeitsplatz neu erlernen muss. Plasma soll dem Benutzer an dieser Stelle näher gebracht werden.

Exkurs: Zuvor ist noch erwähnenswert, dass die Funktionalität von Plasma nicht allein auf die Arbeitsfläche beschränkt sein muss. Beispielsweise verwendet Amarok 2 die selbe Technologie für den Kontextbrowser.

Bedienung

Der Desktop ist das erste, was der Benutzer sieht, wenn er sich einloggt. Der eine mag mehr Wert auf Ästethik legen, der andere auf die Funktionalität. Nach wie vor ermöglicht KDE 4 jeder Anforderung gerecht zu werden.

Arbeitsfläche

Kontextmenü der Arbeitsfläche

Die Arbeitsfläche, vom Wesen her ein sogenanntes Containment, ist zunächst mal die Grundlage. Die Einstellungen dafür können durch einen Rechtsklick auf eben jenen und dann unter dem Punkt "Arbeitsfläche einrichten" aufgerufen werden.

Hintergrund

Als erste Einstellungsoption wird das Hintergrundbild angeboten. In der ersten Auswahlbox kann man zunächst auswählen, ob man ein Bild, eine Diaschau oder gar kein Hintergrundbild haben möchte.

Bild
Hintergrundbild einrichten

Die Standardeinstellung ist das Bild mit dem blauen Schnörkel. Dies ist auch das einzige Bild, das mit ausgeliefert wird, wenn man also die Auswahlbox neben dem Schriftzug "Bild:" aufklappt, wird nur der eine Eintrag angeboten.

Man kann jedoch weitere Bilder hinzufügen und zwar im wesentlichen auf zwei Weisen. Die erste ist es, das Symbol mit der Datei im Ordner rechts daneben anzuklicken. Es öffnet sich der bekannte Dateidialog mit dem man aus Bild aus dem Dateisystem auswählen kann. Der Filter mit den möglichen Formaten ist dabei automatisch gesetzt. Wenn man eines ausgewählt hat, wird ein Vorschaubild auf der rechten Seite des Einstellungsdialoges angezeigt und ein Eintrag zu dem Bild wurde nun der Auswahlbox hinzugefügt.

Die andere Möglichkeit besteht darin, den Knopf "Neues Hintergrundbild ..." anzuklicken. Es öffnet sich der KGetHotNewStuff-Dialog, über den man ein Bild von kde-look.org herunterladen kann. Dies geht natürlich nur mit einer aktiven Internetverbindung.

Die Optionen der Positionierung, im einzelnen Skaliert und beschnitten, Skaliert, Zentriert, Gekachelt und Zentriert gekachelt geben an, wie das Bild auf der Arbeitsfläche eingepasst werden soll. Wie sich das im Einzelfall auswirkt wird, sobald man es auswählt, in der Vorschau direkt angezeigt. Es lohnt sich damit ein wenig zu spielen, um die beste Methode ausfindig zu machen.

Die Auswahl der Farbe ist nur dann nötig, wenn das Bild transparente Stellen hat oder den Bildschirm nicht ganz abdeckt. Sie wird als Hintergrundfarbe verwendet und nur dann angezeigt, wenn sonst eine "leere Stelle" auftreten würde.

Diaschau
Diaschau einrichten

Wenn man diese Option auswählt, verändert sich der Einstellungsdialog. Es erscheint eine Liste, sowie Schaltflächen zum Hinzufügen und Entfernen von Ordnern. In der Liste ist zudem der Systemordner mit den eingetragen, in dem (das eine) Hintergrundbild befindlich ist, dass Kubuntu mitbringt. Zusätzlich gibt wird eine Einstellungsmöglichkeit eingeblendet, die das Wechselinterval festlegt.

Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend: man kann die Ordner, aus denen die Bilder zur Schau genommen werden sollen, über einen Datei-Dialog auswählen, der nach Klick auf die Schaltfläche "Ordner hinzufügen ..." erscheint.

Tipp: Wie auch in der Option "Bild" können Hintergrundbilder via KGetHotNewStuff herunter geladen werden. Diese befinden sich anschließend im Ordner: ~/.kde/share/wallpapers (Dabei steht ~ für den Benutzerordner ─ z.B. /home/dexter ─ und .kde ist ein versteckter Ordner mit den KDE-Einstellungen)

Außerdem kann man Einträge in der Liste auswählen und mit Klick auf die Schaltfläche "Ordner entfernen ..." auch wieder herausnehmen.

Der Wechselintervall kann festgelegt werden, in dem man die beiden Ziffern der Stunden, Minuten oder Sekunden markiert und einen anderen Wert eingibt. Alternativ klickt mit man mit der Maus auf die gewünschte Einheit und erhöht oder verringert den Wert mit dem Mausrad oder indem man auf die Pfeile am rechten Rand des Feldes klickt.

Nichts
Hintergrundfarbe einrichten

Die Bezeichnung "Nichts" ist im Prinzip unkorrekt: Vielmehr wird hier eine bestimmte Farbe gesetzt, die die Arbeitsfläche annehmen soll. Diese kann man einrichten, indem man auf den Button rechts neben dem gleichnamigen Schriftzug klickt. Ein Farbdialog erscheint, bei dem man die gewünschte Farbe auswählen kann.


Arbeitsflächen-Design

Wie man weiter auf dem Einrichtungsdialog sieht, gibt es einen Bereich Arbeitsflächen-Design. Hier kann der Stil ausgewählt werden, nach dem die Plasma-Elemente dargestellt werden. Es gibt eine gewisse Anzahl an mitgelieferten Designs, zusätzliche können aber auch hier durch KGetHotNewStuff nach Klick auf "Neues Design ..." installiert werden.

Die Designs haben unterschiedliche Eigenschaften. Beispielsweise setzen einige auf Transparenz, andere auf Systemfarben und andere auf bestimmte Farben und Themen oder auch Strukturen. Es lohnt sich Designs auszuprobieren, um herauszufinden welches den eigenen Geschmack am besten trifft.

Miniprogramme

Um Miniprogramme hinzufügen oder entfernen zu können, müssen diese entsperrt sein. Das ist ebenfalls nötig, wenn man grundlegende Einstellungen ändern möchte wie die Größe oder die Position zu verändern.

Miniprogramme hinzufügen

Um den Dialog für das Hinzufügen von Miniprogrammen zu öffnen, vollführt man einen Rechtsklick auf die Arbeitsfläche und wählt "Miniprogramm hinzufügen". Es erscheint ein Dialog mit der Liste von allen auf dem System verfügbaren Plasmoids, zusätzlich gibt es Funktionen um diese zu filtern. Dies geht zum einen über die Auswahlbox und zum andern über den Textfilter.

Überdem werden die zur Zeit verwendeten Plasmoids durch ein "rotes" Minus kenntlich gemacht, die darüber auch entfernt werden können. Man kann auch bestimme Plasmoids durch Klick auf den Stern favorisieren, sie tauchen dann im Filter "Meine bevorzugten Miniprogramm auf".

Um ein solches nun auf die Arbeitsfläche zu hinzuzufügen markiert man es und zieht es entweder auf die Arbeitsfläche und lässt es dort fallen (Drag and Drop) oder man betätigt die Schaltfläche "Miniprogramm hinzufügen".

Wie man zusätzliche Miniprogramme erhalten kann, wird weiter unten beschrieben.

Miniprogramme einrichten

Miniprogramm können auf der Arbeitsfläche beliebig positioniert werden, die meisten beliebig skaliert und zudem können sie auch gedreht werden.

Um sie an einen anderen Ort auf der Arbeitsfläche zu bewegen, fährt man zunächst mit der Maus über das Plasmoid, so dass auf einer Seite ein schwarzer Balken mit einigen Icons erscheint. Man klickt auf diesen Balken mit der linken Maustaste und hält sie gedrückt. Anschließend zieht man das Plasmoid auf die gewünschte Position und lässt die Maustaste los.

Um die Größe eines Plasmoids zu verändern fährt man ebenfalls über das Plasmoid, damit die Einstellungsleiste erscheint. Dann klickt man auf das oberste Icon und hält die Taste wieder gedrückt. Nun zieht man es mit der Maus bis es die gewünschte Größe hat und lässt anschließend los.

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Einige Plasmoids haben ein festes Größenverhältnis wieder andere lassen sich in der Größe nicht verändern, z.B. die Geräteüberwachung

Möchte man ein Plasmoid um ein beliebiges Maß drehen, hält man in der Einstellungsleiste das zweite Symbol von oben gedrückt (ein runder Pfeil) und bewegt nun die Maus in die Richtung in die es gedreht werden soll. Ist der gewünschte Winkel gefunden, lässt man es wieder los.

Miniprogramme entfernen

In der aus Miniprogramme einrichten bekannten Einstellungsleiste sieht man ganz unten ein rotes X. Durch Klick auf dieses wird das Plasmoid entfernt.

Alternativ tätigt man einen Rechtsklick auf das Plasmoid und wählt den entsprechenden Eintrag zum Entfernen das Plasmoids aus.

zusätzliche Miniprogramme

aus den Quellen

Unter Kubuntu 8.10 stehen in den Quellen folgende Miniprogramme bereit:

Paketname Beschreibung
plasmoid-cpuload Stellt die CPU-Auslastung dar
plasmoid-flickr Eine Schnittstelle zu flickr
plasmoid-kepas Ein Plasmoid zum einfachen Dateiaustausch
plasmoid-lancelot Lancelot-Menü als Alternative zu Kickoff und K-Menü
plasmoid-previewer Stellt Dateivorschauen bereit
plasmoid-system-status Zeigt CPU-Auslastung und Speicherbedarf an
plasmoid-teacooker Eine Küchenuhr
plasmoid-toggle-compositing Ein Schalter zum Ein- und Ausschalten der KWin-Effekte
plasmoid-weather Ein Miniprogramm zur Wettervorhersage
plasmoid-wifi Zeigt die Singalstärke der WLan-Verbindung an
plasmoid-xbar Stellt eine Menüleiste und eine Taskleiste im Stile von Mac OS X zur Verfügung
aus GetHotNewStuff

GetHotNewStuff ist eine Schnittstelle zu kde-look.org und kde-apps.org, auf denen man unter anderem Plasmoids anbieten kann. Der Dialog dazu ist bereits aus den Hintergrundbildern bekannt. Er wird aufgerufen, wenn der Dialog "Miniprogramm hinzufügen" offen ist und die Schaltfläche "Neue Miniprogramme installieren" angeklickt wird. Dieser bietet dann mehrere Optionen an, hier wählt man "Neue Miniprogramme installieren".

aus kde-look.org

In der Kategorie Plasmoids auf kde-look finden sich bereits zahlreiche Plasmoide, die heruntergeladen und eingesetzt werden können.

Die meisten Plasmoide werden nur im Quelltext vorliegen. Im Regelfall können sie einfach kompiliert werden, man sollten jedoch die Anweisungen beachten, da in Einzelfällen z.B. weitere Parameter angegeben werden müssen.

Unter Umständen kann man dort auch auf Archive mit der Endung .skz stoßen. Dies sind Themes für Superkaramaba, die ebenfalls in Plasma verwendet werden können. Dazu wählt man im "Miniprogramme hinzufügen"-Dialog nach Klick auf die Schaltfläche "Neue Miniprogramme installieren" die Option "Aus Datei installieren...". Nun wählt man "SuperKaramba: Karamba Arbeitsflächendesign", wählt im nächsten Schritt das Archiv aus und klickt auf "Fertig stellen".

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Um Superkaramba Themes nutzen zu können, muss das Paket superkaramba installiert sein bzw. werden.

Nach der Installation (unerheblich ob natives Plasmoid oder Superkaramba) stehen die Miniprogramme zur Verfügung und können wie gewohnt hinzugefügt werden.

Kontrollleiste

Plasma entsperren

Die "Taskleiste", zu Zeiten KDE 3s Kicker, heißt nun mehr Kontrollleiste (engl. Panel). Kubuntu 8.10 hat standardmäßig eine Kontrollleiste am unteren Rand eingestellt.

Um die Kontrollleiste einrichten zu können müssen ─ sofern es nicht bereits so ist ─ die Miniprogramme entsperrt werden. Wenn dies gesperrt sind, können sie benutzt, aber keine Veränderungen an den Einstellungen oder der Position vorgenommen werden. Da dies die Kontrollleisten miteinbezieht, entsperrt man diese. Dies geschieht durch einen Rechtsklick auf die Arbeitsfläche und anschließend durch Klick auf den entsprechenden Menü-Eintrag.

Einstellungsmodus aktivieren

Um nun die Kontrollleiste einrichten zu können, muss hierfür auch dieser in einen Einstellungsmodus gebracht werden. Das geschieht standardmäßig nicht, da viele Kontrollleisten gleichzeitig möglich sind und ein unübersichtlicher Wald der Einstellungsoberfläche erscheinen würde. Wie man beobachtet hat, befindet sich jetzt am rechten Rand der Kontrollleiste ein kleines Symbol, ähnlich einer Nuss. Durch Klick darauf wird die Einstellungsoberfläche eingeblendet.

Schalter und Regler im Einstellungsmodus

Diese Oberfläche bringt eine Vielzahl an Schaltflächen, Schaltern und Reglern mit. Das nebenstehende Bild verdeutlicht die Funktionen derjenigen.

Höhe einstellen

Um die Höhe der Kontrollleiste einzurichten, hält man den Anfasser in der Mitte der Einstellungsoberfläche gedrückt und zieht ihn in die Entsprechende Richtung.

Breite einstellen

Die Breite legt man insofern fest, als das man zunächst den blauen Pfeil des entsprechenden Endes auf die gewünschte Position bringt. Das ist die Größe, die die Kontrollleiste maximal haben wird. Möchte man, dass es sich nicht verändert, belässt man den grünen Pfeil auf der selben Höhe. Soll die Kontrollleiste dynamisch angepasst werden, stellt man die Mindestgröße entsprechend ein.

Ausrichtung festlegen

Um die Ausrichtung der Kontrollleiste zu ändern, gibt es drei Schalter wie aus Textverarbeitungsprogrammen bekannt. Solang die Kontrollleiste die volle Breite hat, wird kein Unterschied bemerkbar sein, außer das die Regler "Anker", "Mindestgröße" und "maximale Ausdehnung" entsprechend dieser Eigenschaft angezeigt werden.

Verankerung festlegen

Der Anker, der weiße Regler, legt fest an welcher Position die Kontrollleiste verankert wird. Bei linker Ausrichtung und dynamischer Größenanpassung verlängert oder verkürzt er sich entsprechend nur nach rechts. Bei rechter Ausrichtung dementsprechend nach links. Ist die zentrierte Ausrichtung gewählt passt er seine Größe gleichmäßig nach beiden Seiten an. Auch der Anker kann auf eine gewünschte Position gezogen werden, so dass er beispielsweise 5cm vom linken Rand anfängt und sich nach rechts ausdehnt.

Position arrangieren

Die Kontrollleiste verschieben

Zwar befindet sich die Kontrollleiste standardmäßig unten, aber auch dieses kann man seinen wünschen entsprechend ausrichten. Um einen anderen Standort dafür auszuwählen, hält man die Maus auf der Einstellungsleiste gedrückt (vgl. nebenstehende Grafik) und zieht sie dann auf die gewünschte Bildschirmseite. Oben, unten, links und recht: alles ist möglich. Wenn man zwei Bildschirme angeschlossen hat, kann man ihn auch auf diese Weise auf die gewünschte Position im anderen Bildschirm platzieren.

Miniprogramme in der Kontrollleiste

Ohne Miniprogramme ist die Kontrollleiste ein leerer Balken. In der Standardausführung sind viele nützliche Elemente enthalten, wie die Fensterleiste, der Systemabschnitt, das Kickoff-Menü, usw. Nach den eigenen Vorlieben können jedoch Miniprogramme ergänzt, entfernt oder an eine andere Stelle gelegt werden.

Miniprogramme hinzufügen

Das Hinzufügen eines Miniprogramms in die Kontrollleiste ist beispielhaft an der untenstehenden Bilderstrecke anschaulich gemacht. Wichtig ist, dass das Miniprogramm nur dich Klick auf die Schaltfläche "Miniprogramm hinzufügen" in die Kontrollleiste eingehängt werden kann (Schritt 2), denn die Methode durch ziehen und ablegen ("Drag and Drop") funktioniert nur für die Arbeitsfläche.

Anschließend kann man das Miniprogramm positionieren.

Miniprogramme entfernen
Ein Miniprogramm aus der Kontrollleiste entfernen

Möchte man ein Miniprogramm aus der Kontrollleiste entfernen, so muss diese für die Aktion nicht im Einstellungsmodus sind, lediglich die Miniprogramme müssen entsperrt sein.

Die Aktion selbst ist simpel: man klickt mit der rechten Maustaste auf das zu entfernende Miniprogramm und wählt den Menüpunkt "Miniprogramm entfernen" aus dem Kontextmenü aus. Obwohl neben dem Eintrag ein Shortcut (Strg +R) angezeigt wird, funktioniert dies bislang nicht.

Miniprogramme positionieren
Ein Miniprogramm zum Verschieben auswählen
Ein Miniprogramm verschieben

Um ein in der Kontrollleiste befindliches Miniprogramm auf eine andere Position zu setzen, wählt man ─ auch hier wieder im Einstellungsmodus ─ zunächste das entsprechende Miniprogramm aus. Beim drüberfahren mit der Maus erscheint dabei ein Fadenkreuz über dem fokussierten Miniprogramm. Durch einen Klick darauf verschwindet dies und das Miniprogramm wird hervorgehoben dargestellt. Nun kann man mit der Maus an die Stelle fahren, an der man es platzieren möchten. Die Maus muss dabei übrigens nicht mehr auf dem Icon sein, da er sich mit der horizontalen (bei seitlichen Kontrollleisten mit der vertikalen) Position des Mauszeigers mitbewegt. Ein weiter Klick lässt das Icon auf die momentane Position "fallen", die es sodann einnimmt.

Sollte sich in der Kontrollleiste mehr Platz als nötige befinden, so werden die Elemente automatisch angeordnet. Das Verschieben funktioniert also nur, wenn es die Position mindestens eines anderen weiteren Miniprogrammes beeinflusst.

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Das hier geschilderte Verhalten kann man jedoch beeinflussen, wenn man ein Platzhalter-Miniprogramm hinzufügt. Dies wird jedoch nicht standardmäßig ausgeliefert, sondern kann nur von kde-look.org heruntergeladen und kompiliert werden (von dem Checkinstall-Paket ist dringend abzuraten). Dies ist jedoch nur für fortgeschrittene Benutzer zu empfehlen.

Man kann das Miniprogramm nur in der Kontrollleiste bewegen, in der es sich auch befindet. Das bedeutet, wenn man es auf die Arbeitsfläche oder eine andere Kontrollleiste ablegen möchte, kann man zur Zeit nur den Weg über entfernen und neu hunzufügen wählen.

weitere Kontrollleisten hinzufügen oder entfernen

Das Hinzufügen wie auch Entfernen von Kontrollleisten ist eine triviale Sache. Die Miniprogramme müssen entsperrt sein, alles weitere lässt sich mit zwei Klicks erledigen, für das Entfernen sogar mit zwei Alternativen.

Um eine Kontrollleiste hinzuzufügen genügt ein Rechtsklick auf die Arbeitsfläche und dann ein Klick auf den Menüeintrag "Kontrollleiste hinzufügen" im erschienenen Kontextmenü. Daraufhin erscheint eine jungfräuliche Kontrollleiste, die man wie gewohnt nach seinem belieben einrichten kann.

Möchte man eine Kontrollleiste dagegen entfernen, betätigt man einen Rechtsklick auf die betreffende Kontrollleiste, im erscheinenden Kontextmenü wählt man anschließend "Kontrollleiste entfernen". Die alternative Methode ist es, den Einrichtungsmodus der Kontrollleiste durch Klick auf das Plasma-Symbol in der Kontrollleiste und anschließend Klick auf die Schaltfläche "Kontrollleiste entfernen".

Tipps und Problembehandlung

Altes K-Menü

Den klassischen Menüstil aktivieren

Seit KDE 4 ist das Kickoff-Menü Standard. Es bietet ein anderes Konzept als das aus KDE 3 bekannte K-Menü, indem es in verschiedene Kategorien angeordnet ist, es sich nicht auseinanderfaltet und eine praktische Suchfunktion bietet. Gerade bei Umsteigern kann es ungewohnt sein, es lohnt sich jedoch dieses über einen längeren Zeitraum auszuprobieren.

Nichtsdestotrotz werden neben dem Kickoff-Menü noch zwei weitere Menüs angeboten. Zum einen Lancelot, das jedoch aus den Quellen installiert werden muss (plasmoid-lancelot) und eben jenes klassische K-Menü.

Neben der gewohnten Methode Miniprogramme hinzuzufügen ─ das Menü ist schließlich ebenfalls eines ─ gibt es zur Umstellung auf das K-Menü noch einen kürzeren Weg. Dazu entsperrt man die Miniprogramme, vollführt einen Rechtsklick auf das Menü-Icon in der Kontrollleiste und betätigt den Menüpunkt "zum klassischen Menüstil wechseln" aus dem Kontextmenü.

Änderungen speichern

Wenn Einstellungen an der Arbeitsfläche, Kontrollleisten oder Miniprogrammen geändert, diese hinzugefügt oder entfernt werden so werden diese noch nicht auf der Festplatte gespeichert. Dies geschieht erst, wenn Plasma beendet wird, typischerweise also wenn sich der Benutzer ausloggt bzw. das System heruntergefahren wird. Das bedeutet im Umkehrschluss: stürzt Plasma, KDE oder der XServer ab, gibt es einen Stromausfall o.ä. sind die Änderungen verloren.

Möchte man auf Nummer sicher gehen, dann beendet man Plasma und startet es neu. Bei der Aktion verschwinden folglich der Hintergrund, die Kontrollleisten und Miniprogramme. Das kann anfangs verwirrend sein, das System ist dennoch voll funktionsfähig. Um Plasma zu beenden, verwendet man folgenden Befehl in einer Konsole oder im KRunner:

kquitapp plasma

Um Plasma wieder zu starten genügt ein einfaches:

plasma

Die Arbeitsfläche baut sich wieder wie gewohnt auf und die Einstellungen sind auf der Festplatte gespeichert. Die Einstellungsdateien von Plasma liegen im Verzeichnis ~/.kde/share/config, sie heißen plasma-appletsrc und plasmarc.

Shortcuts

Es gibt einige Shortcuts die bei der Einrichtung helfen können, wenn man lieber auf der Tastatur arbeitet als mit der Maus. Da es sich nicht um globale Shortcuts handelt, ist es von Nöten, dass das betreffende Objekt aktiv ist. Die wichtigsten sind:

Shortcut Funktion
Strg + L Miniprogramme (ent-)sperren (Arbeitsfläche benötigt Fokus)
Strg + A Miniprogramm hinzufügen (wenn Miniprogramme entsperrt, Arbeitsfläche benötigt Fokus)
Strg + S Einstellungsdialog (Miniprogramm benötigt Fokus, funktioniert nicht überall)
Strg + R Miniprogramm entfernen (Miniprogramm benötigt Fokus, funktioniert nicht überall)

Plasma ohne Kontrollleisten

Ein einfacher Beispieldesktop ohne Kontrollleisten

Nach persönlicher Präferenz kann es überlegenswert sein gänzlich auf Kontrollleisten zu verzichten. Da sich diese in KDE 4.1.3 nicht ausblenden lassen können (wird mit 4.2 wieder möglich), ist ein großer Vorteil, dass die ganze Breite und Höhe des Bildschirms genutzt werden kann.

Da sich die Zusammenstellung der Arbeitsfläche ganz nach dem Benutzer richtet, kann dafür kein Patentrezept gegeben werden, allerdings einige Ratschläge und Hinweise:

Mit dem Shortcut Strg+F12 kann das Dashboard eingeblendet werden. Im wesentlichen ist es nichts anderes, als dass die Arbeitsfläche vor die Fenster gebracht wird. Alle Miniprogramme werden sichtbar und benutzbar. Auf die Fenster kann wieder zurückgegriffen werden, indem der Shortcut erneut betätigt wird, oder auf eine freie Fläche geklickt wird.

An sich können alle verfügbaren Miniprogramme in unterschiedlichen Containments, also auf der Arbeitsfläche oder in der Kontrollleiste platziert werden. Einige, z.B. die Geräteüberwachung, stellen sich aber unterschiedlich dar. In dem Fall ist in der Kontrollleiste nur ein Icon zu sehen, das angeklickt werden kann, auf der Arbeitsfläche wäre es permanent in der Listenform.

Der Systemabschnitt ist in KDE 4.1.3 noch ein wenig fehlerhaft, was sich speziell in der Platzierung auf der Arbeitsfläche, also außerhalb einer Kontrollleiste, auswirkt. Die Symbole werden beispielsweise erst sichtbar, wenn man die Geometrie dieses Miniprogramms verändert, oder ein neues Symbol hinzukommen würde. Für KDE 4.2 ist der Systemabschnitt komplett neu geschrieben worden.

Auf die Fensterleiste kann verzichtet werden, in dem man z.B. mit verstärkt dem Programmumschalter (Alt+Tab) arbeitet und/oder den Desktop-Effekt "Fenster zeigen" verwendet.

Kein Crash-Handler nach Absturz

Wenn Plasma abstürzen sollte, wird es automatisch wieder neu gestartet. Standardmäßig wird dabei der Crash-Hanlder aufgerufen, mit dem der Absturz nachverfolgt werden kann. Möchte man den Start dessen unterbinden, öffnet man die Datei /usr/share/autostart/plasma.desktop mit root-Rechten und ändert die Zeile

Exec=plasma

zu

Exec=plasma --nocrashhandler

Bekannte Probleme, fehlende Features

Während KDE 4.0 noch eine reine Entwicklerfreigabe war, wurde mit KDE 4.1 die erste stabile, für produktive Zwecke nutzbare Version von KDE freigegeben. Dennoch ist angesichts der Jugend von KDE 4 noch nicht alles perfekt, so auch in Plasma.

Aktivitäten

In KDE 4 gibt es an sich die Fähigkeiten verschiedene Aktivitäten zu haben. Im wesentlichen bietet es die Möglichkeit verschiedene Zusammenstellungen von Miniprogrammen und Hintergründen zu haben, so dass diese beispielsweise für bestimmte Arbeiten oder Situationen gewechselt werden können. Diese Funktionalität wird man jedoch in Kubuntu 8.10 missen, da (recht früh) entschieden wurde, dies aufgrund von Mängeln in der Benutzbarkeit zu deaktivieren. Mit Kubuntu 9.04 wird dies voraussichtlich möglich sein.

Systemabschnitt

Der Systemabschnitt fällt zur Zeit noch durch ästethische Missstände auf, insbesondere was den Hintergrund angeht und teils durch Abwesenheit, wenn er nicht in einer Kontrollleiste eingebunden ist, sondern auf der Arbeitsfläche. Der Systemabschnitt wird für KDE 4.2 jedoch völlig überarbeitet und diese Missstände nicht mehr mitbringen.

Google Desktop Gadgets

Google bietet neben den gewohnten Online-Diensten auch sogenannte Gadgets an, die man auf dem Desktop ablegen kann. Diese verhalten sich im wesentlichen wie die Miniprogramme auch. Unterstützung für diese Gadgets wird es mit KDE 4.2 geben